Werkzeug vermessen

  • Hallo Homag Forum

    Im Moment geben wir die Werkzeugdaten anhand einer Testfräsung auf der CNC ein, haben jedoch immer wieder Probleme mit Versätze bei Bearbeitungen.

    Ich habe mir nun überlegt, eine Messstation anzuschaffen. Hat da jemand schon Erfahrungen damit gemacht?

    Danke schon im Voraus!

    Basil

  • Moin Basil.

    Wir haben ein ähnliches Gerät wie das hier. Ist ok um den Fräser einzumessen aber für ein 100% Ergebnis fräse ich eine 5cm Nut bei Z15 in MDF und nehme da dann das genaue Längenmaß vom Fräser und den genauen Durchmesser.

    Wieso habt ihr Versatzprobleme wenn ihr die Fräsdaten anhand einer Probefräsung ermittelt? Genauer kann es eigentlich gar nicht werden.

    MfG

    Lars

  • Um was genau gehts dir? Um die Länge oder den Durchmesser.

    Bei Länge gibts ja die "Standschieblehren" kosten nicht allzuviel und klappt einwandfrei-

    Beim durchmesser sollte ja immer der Durchmesser oder Radius des Werkzeugs dranstehen wenns vom schleifen zurückkommt.

    ich mach da bei Normalen Schaftfräßern schon gar keine Testfräßung mehr weil das eigentlich immer passt, was zu beachten ist durch die abnützung wird der Fräßer natürlich schon während des Arbeitens kleiner, je nachdem wie lang man das werkzeug nützt kann das schonmal nen unterschied machen.

    Und bei sehr stumpfen Werkzeugen und zu hohen Vorschüben kann es auch sein das dr das werkzeug oder Bauteil verdrückt was auch schonmal gern zu problemen führt.

    Ich persöhnlich sehe keinen Grund drin sich für eventuell ein paar Tausend euro ein vermess system anzuschaffen da wir ja "nur" im Holz bereich sind, einen zehntel auf und ab wirst du bei Decorplatten eh nicht messen können, obwohl ich natürlich auch gern eins hätte :D

  • ich mach da bei Normalen Schaftfräßern schon gar keine Testfräßung mehr weil das eigentlich immer passt,

    Servus,

    na dann fräs mal eine wirklich genaue Fräsung und kontrolliere. :)

    Es fällt bei den meisten Materialien einfach nicht auf...

    Da hast soviele Faktoren, da sind 0,1mm Abweichung durchaus möglich.

    (Rundlauf Spindel, Rundlauf Futter, Spannung im Futter,..)

    Bei uns wird auch mit einer Schiebelehre grob gemessen, danach in einer MDF auf ein bestimmtes Z-Maß eine Nut mit 5cm gefräst und diese Daten dann eingetragen.

    Gerade beim Zusammenspiel von mehreren Fräsern gehts gar nicht anders, da würd ich mich nicht auf die Vermessung vom Schärfdienst verlassen.

    Ein Diafräser hat bei uns immer an den Übergängen der Schneiden abgezeichnet.

    Der Schärfdienst hat den optisch vermessen und eine Abweichung von 0,005 erkannt.

    Die "Rillen" am Werkstück waren ca. 0,05mm tief, also sicht- und spürbar.

    Durch Nachdrehen des Fräsers im Spannfutter haben wir das Maß dann zumindest etwas reduzieren können.

    Wir können Fräser mit nicht geteilter Schneide aber nicht für Fertig-Formatierungen einsetzen.

    Auch bei Wiederholfräsungen von identen, pasgenauen Teilen muss du hier dann auch den Vorschub, die Fräsrichtung(GL/GGL) und die Schneidenauslastung (volle Schnittbreite oder nur gefügt) berücksichtigen.

    MfG

    Pfoti

  • Moin Basil.

    Wir haben ein ähnliches Gerät wie das hier. Ist ok um den Fräser einzumessen aber für ein 100% Ergebnis fräse ich eine 5cm Nut bei Z15 in MDF und nehme da dann das genaue Längenmaß vom Fräser und den genauen Durchmesser.

    Wieso habt ihr Versatzprobleme wenn ihr die Fräsdaten anhand einer Probefräsung ermittelt? Genauer kann es eigentlich gar nicht werden.

    Wir Fräßen wenn dann meist ein Quadrat auf Z15 da sieht man dann eigentlich noch genauer obs passt, denn wenn der RAdus des Fräßers nur 0,05mm Falsch ist fehlt dann bei Quadrat gleich das doppelte und man kanns genauer einstellen.

  • Wir Fräßen wenn dann meist ein Quadrat auf Z15 da sieht man dann eigentlich noch genauer obs passt, denn wenn der RAdus des Fräßers nur 0,05mm Falsch ist fehlt dann bei Quadrat gleich das doppelte und man kanns genauer einstellen.

    Das würd ich so nicht machen, hier könnte schon eine Abweichung zwischen GL und GGL sein!

    Bei einer Nut hast du beide Richtungen am Fräser und eine vollen Schnitt an der Schneide.

    Da sollte auch das "Verdrücken" der Fräsers minimiert sein.

    MfG

    Pfoti

  • Servus,

    na dann fräs mal eine wirklich genaue Fräsung und kontrolliere. :)

    Es fällt bei den meisten Materialien einfach nicht auf...

    Da hast soviele Faktoren, da sind 0,1mm Abweichung durchaus möglich.

    (Rundlauf Spindel, Rundlauf Futter, Spannung im Futter,..)

    ich hab früher immer bei jedem Werkzeug eine Probefräßung gemacht und nur in der Länge abweichungen feststellen können, da hatten wir noch nicht die Stehende schieblehre zum vermessen.

    Und ja nicht bei jeden Materialien spar ich mir das nachmessen, wenn ich Compakt fräße mess ich immer nach, bei Decor fällt ein halber zehntel einfach nicht auf weil eh immer die späne leicht rausgezogen werden und die Platten auch nie genau gleich Stark sind.

  • Das würd ich so nicht machen, hier könnte schon eine Abweichung zwischen GL und GGL sein!

    Bei einer Nut hast du beide Richtungen am Fräser und eine vollen Schnitt an der Schneide.

    Da sollte auch das "Verdrücken" der Fräsers minimiert sein.

    Wenn ich ein Quadrat ins Probe Teil mache hab ich ja auch einen vollen schnitt, das ist meist 30 cm im Teil drin.

  • Danke für die zahlreichen Rückmeldungen!

    Moin Basil.

    Wir haben ein ähnliches Gerät wie das hier. Ist ok um den Fräser einzumessen aber für ein 100% Ergebnis fräse ich eine 5cm Nut bei Z15 in MDF und nehme da dann das genaue Längenmaß vom Fräser und den genauen Durchmesser.

    Wieso habt ihr Versatzprobleme wenn ihr die Fräsdaten anhand einer Probefräsung ermittelt? Genauer kann es eigentlich gar nicht werden.

    Das von Dir erwähnte Messgerät haben wir bereits im Einsatz und es hat sich bewährt. Damit kann halt nur die Länge "G3" gemessen werden.

    Wir haben einige Profilfräser für die Rahmen- / Türblattproduktion im Einsatz. Diese werden auf mehreren CNC Maschinen eingesetzt. Da ist mir aufgefallen, dass sich die Werte zwischen den Maschinen unterscheiden. Natürlich ist mir bewusst, dass mechanische Differenzen der beiden Maschinen diese Unterschiede ausmachen, aber theoretisch sollte dies ja nicht mit den Werkzeugdaten abgefangen werden. Vielleicht ist solches Denken schon zu viel Theorie als Praxis... ;)


    Wie schon oben erwähnt sind vorallem Profilfräser oder Werkzeuge in Aggregate wie Vierspindler / Schlosskastenfräser betroffen.

    Ich glaube ich muss ein wenig mehr Kontext zu meiner Situation bereitstellen:

    Wir mussten feststellen, dass die Plätze einer Maschine nicht richtig referenziert waren. Konkret war die Tiefe einer Nut in Y-Achse einen Millimeter tiefer als in der X Achse. Die Profilfräser haben wir immer mir nur in der X-Achse eingemessen und dadurch ist uns das nie aufgefallen (Normalerweise formatieren wir die Werkteile auf der Maschine). Der Maschinist hat dann bei einer Bearbeitung in Y-Koordinate dann halt einfach den Werkzeugradius angepasst. Dadurch haben aber wieder die Bearbeitung in der X-Achse nicht gepasst..

    Wenn die Werkzeugdaten anhand einer Testfräsung ermittelt werden habe ich das Gefühl, dass die Daten von Situativ Bedingten Umständen wie (Unterschiedliche Saugkraft, Versatz im Platz, Anschläge, usw.) verfälscht werden. Wenn ich das Werkzeug dann mit den gleichen Daten auf einer anderen Maschine einsetze stimmen die Bearbeitungen nicht.

    Würde mich mich interessieren was Ihr dazu haltet und ob jemand die gleiche Situation hat wie wir.. Vielleicht gehe ich das Problem ja ganz falsch an. ^^

  • Wie schon oben erwähnt sind vorallem Profilfräser oder Werkzeuge in Aggregate wie Vierspindler / Schlosskastenfräser betroffen.

    Ich glaube ich muss ein wenig mehr Kontext zu meiner Situation bereitstellen:

    Ja den Kontext zu deinem Problem wäre schon hilfreich, und das vorallem Profilfräßer und Werkzeuge in aggregatten betroffen sind ändert so ziemlich alles.

    Und was heist die die Maschine war richtig referenziert? Werden die Achsen beim Start referenziert?

    Hattet ihr nen Technicker mal im Haus? Das klingt doch eher nach Maschinenproblem

  • Ja den Kontext zu deinem Problem wäre schon hilfreich, und das vorallem Profilfräßer und Werkzeuge in aggregatten betroffen sind ändert so ziemlich alles.

    Und was heist die die Maschine war richtig referenziert? Werden die Achsen beim Start referenziert?

    Hattet ihr nen Technicker mal im Haus? Das klingt doch eher nach Maschinenproblem

    Ja wir haben Morgen einen Techniker organisiert der das ganze anschauen wird. Die Maschine muss nach Neustart nicht referenziert werden.

    Wie du sagst ist es ein Maschinenproblem. Soll ja darum gehen das eben die Werkzeugdaten durch solche Situationen verfälscht werden, falls diese mit einer Testfräsung ermittelt wurden.

    Bei einer Differenz von 1mm fällt das einem ja schon auf, aber was wäre wenn es nur 0.2 mm sind. Oder halt die Spindel nach einer Kollision schräg steht. Die meisten Anwender werden wahrscheinlich den Werkzeugdaten die Schuld geben, wenn sie Differenzen feststellen. Zumindest bei uns.. ;)

  • How i see there is a quite good discussion. If i understood correctly there is a problem that in different axis tool shows different results, so maybe there is problem in axes offsets not in tool. I had something similar and could not realize problem but then i tested all axes and offsets and find out that there somehow was wrong offsets in axis and tool was perfectly fine. Take some part which is calibrated on cnc which works perfectly fine and take this part on problematic cnc and then make some groowings in each direction to check if all stopers and all offsets is correct. For that kind off testing and settings i usualy take some brand new milling cutter to be sure that the tool is fine and there could be problem only in offsets not in tool.

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