Woodwop programmieren = Hauptberuf?

  • Moin Leute,



    Kurze Umfrage:
    Wer von euch sitzt den ganzen Tag vor Woodwop und programmiert Programme, und fährt die Programme ggf. noch an der Maschine ein?
    Gibt es so einen Beruf?


    mfg Euer Maasch

  • Guten Morgen Leute,


    Ich persönlich programmiere unsere Programme direkt an der Maschine und arbeite diese dann ab.
    Dies ist meiner Meinung nach absolut nicht mehr zeitgemäß da es heutzutage cad Programme gibt, die das automatisch können und wesentlich schneller machen.


    Mfg Thomas

  • Mein Hauptberuf ist CNC-Maschinist.


    Ich habe bei der Maschine noch einen 2. PC für die Programmierung. Je nach Auftragslage arbeite ich alleine, oder wir arbeiten zu zweit. Einer programmiert und der andere fräst. Oder wir teilen uns die Maschinentische und arbeiten an unterschiedlichen Aufträgen. Alles eine Frage der Einteilung und der Zusammenarbeit im Team.

    Wenn ich alleine arbeite, dann beginne ich meistens mit der Programmierung einiger Teile und fange dann an sie aufzulegen. Während die Maschine dann läuft fahre dann mit der Programmierung fort. Das mache ich schon sehr lange so und ist meiner Meinung auch in einem "normalen" Handwerksbetrieb die effektivste Methode.

    Ausserdem arbeite ich zu 90% fast nur mit Komponenten und Vorlagen, da bin ich sehr gut ausgestattet und schneller als jedes CAD-Programm. DXF-Import verwende ich nur bei komplexen Bearbeitungen.


    Gruss Andreas

  • Was besser- schneller ist hängt von so vielen faktoren ab wie z.b wie unterschiedlich sind die Möbel die man macht wie genau wären die zeichnungen von der AV wenn man die Teile selbst programmiert, muss man nur die "normalen beschläge" programmieren oder auch mal sachen die man genau von der Zeichnung übernehmen muss weil es sonst zu aufwändig wäre das zu programieren das es hinterher auch stimmt.

    Außerdem darf man ja nicht vergessen das bei in 3D gezeichneten Möbeln auch gleich die Stück und beschläge liste generiert werden kann was bei größeren Arbeiten ganz klar ein Vorteil ist.

    Hätte nähmlich kein Bock bei Arbeiten mit ein paar Hundert oder Tausend positionen das beschläge passgenau rauszuzählen das es auf der Montage dann auch passt.


    Selbst programmier ich sehr wenig, bei uns wird meist alles in 3D gezeichnet und die Programme dann an die Maschienen übergeben was auch wie ich finde mittlerweile ganz gut funktioniert, natürlich muss man manchmal ein paar sachen kurz umändern was je nach Möbeln die man Produziert aber auch ganz wegfallen kann.


    Wenn ich jetzt denke das ich die ganzen Programme selbst schreiben müsste egal ob mit Vorlagen und Komponenten hätte ich wohl keine zeit mehr die Maschiene auch noch selbst zu bedienen, also ganz klar WoodWop Programieren kann ein Haupberuf sein.


    Grüße Klaus

  • Ich habe es eher selten mit Serienmöbeln zu tun. Es gibt bestimmte Standardbearbeitungen, aber sonst gleicht kein Teil dem anderen.

    Beschläge usw. werden von der AV vorgegeben und mit wenigen Mausklicks hinzugefügt, da muss nichts nachgezählt werden.


    Aber...was machen dann eigentlich eure Maschinenbediener? Programm laden, Teil auflegen und Startknopf drücken?

    Alle Bearbeitungen (Fräsen, sägen, bohren...) samt Werkzeugparameter (An-Abfahrt, Zustelltiefen, Vorschübe, Saugerpositionen usw.) sind in der 3D-Zeichnung enthalten? Wird eure Maschine total ferngesteuert, oder müssen sie doch selbst eingreifen?


    Bitte klär mich auf, denn ich kann mir das nicht so richtig vorstellen.


    Grüße Andreas

  • Wir fertigen mittlerweile die meisten Teile auf der Nesting gehen dann zur bekanntung.

    Je nach teil gehts dann an den Dübelbohrautomat oder die Durchlauf CNC für die zweite seite.

    Bei größeren Teilen oder wenns auf den anderen Maschienen nicht machbar ist kommts noch auf die Homag CNC.

    Ich muss fast nur mehr die programme einmal kurz Kontrolieren und dann belegen.

    Je nach arbeitslage oder Art der Möbel muss ich auch mal was selbst programieren, ich würd sagen so 5 stunden die Woche programmier ich selbst.

  • hi

    bei uns liegt jedes teil das in die produktion geht einmal oder öfters auf der cnc. der bediener hatte 2std. einschulung und das wars.

    barcode in der teileliste abschiessen und teil mit der richtigen nummer drauflegen und start drücken.

    den rest erledigt die maschine. das nenne ich arbeitsvorbereitung. somit ist man weder auf die qualifizierung noch auf die verfügbarkeit des cnc bedieners angewiesen. meines erachtens hat der beruf cnc bediener wenig mit körperlicher arbeit zu tun sonder mit geistiger im büro.

    bei uns wird zu 100% im büro programmiert und auch der saugervorschlag findet im büro statt. die sauger verfahren auf der cnc selbstständig was die fehlerqote bei den saugerverschleiss drastisch reduziert. bei bereits 12000 unterschiedlichen programmen erst bei 2 sauger die gummi beleidigt.

    auch schwierige 3d teile sind so kein probelm zu fräsen. was uns zur hilfe kommt ist definitiv des schreiner programm "roncofix" wo 90% der teile die bearbeitet werden automatisch für die cnc programmiert werden.

    aber wie so alles sind arbeitsweisen immer auf den betrieb und die verfügbaren mitarbeiter aufzuteilen. was auch mitunter nicht einfach sein kann. ;)

  • Na dann bin ich ja heilfroh dass ich noch körperlich arbeiten darf. Gerade das macht für mich den Reiz aus. Nur im Büro zu sitzen und eine Truppe von Hilfsarbeitern zu steuern würde mich sehr schnell extrem langweilen. ;)


    Gute Arbeit!

    Genau so sehe ich das auch!!!

    Bei uns will die Geschäftsführung aber unbedingt auch die Einklicklösung. Niemand in der Werkstatt hat da Bock darauf nur noch rot/grün Drücker zu sein. Kollegen haben mir schon gesagt das sie den Betrieb verlassen wenn das so kommt. Ich bin aber recht zuversichtlich das in Punkto Bearbeitungen mit der CNC in der Werkstatt mehr Kompetenz vorhanden ist als auf dem Büro. Wir werden also einen Sack voll Euros verbrennen um dann festzustellen das es nicht funktioniert.

    Meine Aufgabe besteht also darin sicherzustellen das besagte Kollegen so lange durchhalten bis das Projekt gescheitert ist. Das soll jetzt nicht bedeuten das ich die Umsetzung behindern oder sabotieren werde, ganz im Gegenteil. Vielleicht funktioniert das ja sogar bei uns und ich habe mich geirrt, alles möglich. Dann kann jeder Hansel Platten auflegen. Für mich werden aber immer noch genug Projekte über bleiben bei denen mein Können gefragt ist.


    Gruss

    Frank

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